50.000 JAHRE
MODERNE KUNST
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Erich Wilker, moderne Kunst zwischen Köln
und Bonn. Entdecken Sie 50.000 Jahre Kunst und Geschichte, erleben Sie die Kunst im Spannungsfeld von Abenteuer und einem neuen Wagnis
des bewussten Menschen
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Erich Wilker öffnet einen neuen Raum in der
modernen Kunst. Er führt die Kunst der Wegbereiter der Moderne zu einem neuen Verstehen
unserer Wirklichkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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DIE NEUSCHÖPFUNG DER KUNST
IM 21. JAHRHUNDERT
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Das Erich Wilker Museum zwischen Köln und Bonn stellt die Auseinandersetzung um die wesentlichen Inhalte der Modernen Kunst in den Mittelpunkt. Wie ist die Moderne Kunst heute zu verstehen? Was war der tiefere Sinn der Auflösung des Naturraumes über die Wegbereiter der Modernen Kunst wie Cézanne, Picasso, Kirchner?
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Im Gegensatz zu der Neuschöpfung der Bildkunst früherer Jahrtausende, die unmittelbar „aus der Hand“ des Künstler entstanden ist, liefert die Technik im 21. Jahrhundert über die Reproduktion ein Bild „aus zweiter Hand“. Diese Neu-Reproduktion unserer Wirklichkeit entsteht über unser Wissen, über ein neues, künstliches Auge, welches zum Beispiel über ein Fotoapparat ein perspektivisches Abbild, eine Fotografie über unsere Wirklichkeit liefert.
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Zu einer Zeit, in der die Kunst noch in der Form des Naturraumes befangen war, wurde die Erfindung der Fotografie als Konkurrenz zur Kunst empfunden. Nicht zufällig überschneiden sich die historischen Zeiträume der Erfindung der Fotografie mit dem Ziel der Künstler, ein „eigenes, neues Bild“ zu finden, um sich von dem Zwang naturgetreuer Abbildungen zu befreien. Die Fotografie stand um 1850 erstmals in der Öffentlichkeit im Mittelpunkt des Interesses, die erste Abstrakte Linie in der Kunst wurde von Paul Cézanne um 1860 gefunden.
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Bis heute wird von Kunsthistorikern als wesentlicher Grund der Abstraktion des Naturraumes in der Kunst der Ausweg nach der Fotografie genannt. Viele Kunstwerke Jahrhunderte vor Erfindung der Fotografie, z.B. Zeichnungen von Rembrandt, der bereits um 1550 einen hohen Grad der Abstraktion darstellte, lassen die Meinung doch sehr fragwürdig erscheinen. Der Wunsch nach einer neuen Eigenständigkeit jenseits des Naturraumes begann bereits mit der Renaissance im 1500 Jahrhundert, die mit der Errungenschaft der Perspektive ein neues Sehen und Verstehen des Naturraumes eröffnete. Die Befreiung von den Auftragsbildern religiöser oder aristokratischer Vorbilder war dabei nur ein allgemeiner, gesellschaftlicher Prozess, der die Menschen damals überall in Europa erfasste. Auch die Deutungshoheit über das „heilige Wort“ wurde durch die gedruckte Bibel aufgehoben, da jeder Mensch, der Lesen konnte, nun diese “gedruckte” Deutungshoheit in seinen eigenen Händen hielt.
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Entscheidend für dieses Umdenken war ein neues Verstehen der Wirklichkeit, Wissenschaft weckte den Ruf nach neuen Freiheiten, der tiefgreifender als jede Revolution zuvor war. Diese Befreiung wirkte sich in der Bildkunst nicht nur in maltechnischer Hinsicht aus. Mit immer gröberen Pinselstrichen und einer radikalen Farbpalette verlor die Kunst das Interesse an feinen Maltechniken vergangener Jahrhunderte und an der naturgetreuen Abbildung. Wichtig war ein neuer Blick in den Menschen hinein. Ein neues Selbstverständnis entstand, welches zugleich über eine neue Form dieses Selbst-Bewusstseins sichtbar machen wollte. Die Form des Naturraumes sollte nicht weiter alleiniges, bestimmendes Merkmal von Wirklichkeit in der Kunst sein. Wissenschaft machte auf breiter Ebene in allen Schichten der Gesellschaft Bausteine und Perspektiven unserer Wirklichkeit sichtbar, die über das Sehen mit dem Auge alleine verschlossen geblieben wären.
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Dieses war die Geburtsstunde einer neuen Orientierung, der Beginn der Modernen Kunst, die bis Mitte des 20. Jahrhundert etwas völlig neues in der Geschichte des Menschen hervorbrachte, das ungegenständliche Bild.
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Diese Erneuerung wird in der Wirkung und Bedeutung vielfach noch nicht erkannt. Die Moderne zeigt in allen großen Museen und Kunsthäusern der Welt weiter die Auflösungsstrategien der Wegbereiter der Moderne, oder Zwischenformen der abstrakten oder surrealen Bildkunst: Kurzum, Postmoderne Kunst in allen Varianten.
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Das eigentliche Ziel der modernen Kunst war die Befreiung vom Darstellungsprinzip des Naturraumes, was von den wichtigsten Wegbereitern wie Cézanne, Picasso, Matisse oder Kirchner immer hervorgehoben wurde. Das Ergebnis dieser Suche konnte nicht darin gefunden werden, eine unendliche Vielfalt verschiedener Stile gleichzeitig als ein neues Zeit-Merkmal zu finden. Vielmehr wurde mit der ungegenständlichen Kunst ein grundlegend neues Verstehen und Begreifen des Menschen zu seiner Wirklichkeit zum Ausdruck gebracht. Der Mensch tritt hier erstmals als ein bewusstes Wesen auf die Bildfläche, welcher in neuer Weise die Dinge der Welt begehen und verändern kann. Die seit über 50.000 Jahren bestehende Form seiner Wirklichkeit löst sich in neue Bestandteile und Verfügungen auf.
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Mit dieser Eigenständigkeit wird dem Menschen zugleich auch Verantwortung auferlegt. Die digitale Vernetzung unserer Welt, die Verkörperung von Wissen in den führenden, technologischen Zentren der Zivilisation, sind beeindruckende Merkmale dieser Zeit, zugleich aber auch ein Szenario eines möglichen Weltunterganges über einen atomaren Weltkrieg. Alles zusammen belegt diese außergewöhnliche Situation des Menschen zur 2. Jahrtausendwende.
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Die Abstraktion des Naturraumes in der modernen Kunst spiegelt diesen Zustand. Der Weg zur Wirklichkeit zurück nach der Abstraktion des Naturraumes kann daher kein Weg zurück zur Perspektive des Naturraumes sein. Der Mensch bewegt sich heute anders in dem Raum seiner Wirklichkeit als vor 500 Jahren. Wissen hat unsere Welt-Wirklichkeit grundlegend verändert und ist dabei, sie noch radikaler zu verändern. Das Wesen der neuen Zeit und der Kunst wird ein “Baustein des Wissens” sein.

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Im Zuge technologischer, medialer Wirklichkeit, die einhergeht mit einer täglich neu gefundenen, millionenfach kopierter und reproduzierter Bilderflut, ist eine weitere Variante Postmoderner Wirklichkeit entstanden. Die Erweiterung unserer Wirklichkeit über die reproduzierte Neuwelt, über die digitalen Räume und der Fotografie. Auch wenn diese Reproduktion über moderne Computergrafik im Computer verändert, variiert, surrealisiert oder abstrahiert wird, bleibt sie immer eine Form und Welt des Naturraumes und eine Welt aus zweiter Hand.
Wenn die Moderne Kunst einen neuen Blick in die Geschichte des Menschen eröffnet hat, dann ist der Blick ein Anderer als der des Naturraumes, der Blick ist eine abstrakte Welt. Ohne eine Abstraktion wird die Eigenständigkeit des Denkens nicht sichtbar.

 

Das Aufkommen von Zwischenformen und Überschneidungen neuer Darstellungsformen und Reproduktion von Wirklichkeit macht die Sache nicht einfacher. Vieles mischt sich heute mit traditionellen, handwerklichen Techniken und digitaler Technik. Im Zeitalter der Erneuerung und wissenschaftlichen Revolution muss auch der Inhalt von Kunst neu bestimmt werden. Dieses bewusst zu machen ist die zentrale Aufgabe des Erich Wilker Museums. Wenn die Moderne über eine abstrakte Welt ein neues Selbstverständnis des Menschen sichtbar machen will, dann wird die Zukunft eine abstrakte Welt sein. Wer erkennt, das er verantwortlich schöpferisch tätig ist, findet einen anderen Standpunkt zur Wirklichkeit.
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Man könnte auch vom Erwachen der Vernunft im Menschen sprechen. Technologische Wirklichkeit zwingt den Menschen unabdingbar zur Verantwortung. Wer das nicht erkennt, macht sich verantwortlich um die Zwänge, die außerhalb von Verantwortung entstehen, sei es auch „nur“ die Vernichtung unserer ganzen Zivilisation.
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In diesem Sinne ist das Erich Wilker Museum ein neuer Ort der Besinnung, eine neue Kirche für ein geläutertes Bewusstsein, welche über die Form der Kunst sichtbar wird. Erich Wilker hat für dieses Verstehen eine neue Sprache, ein neues ABC in der Kunst geschaffen, die uns diese Verantwortung und Errungenschaft des modernen Menschen sichtbar macht.
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Kunst wird wieder zu einem unverwechselbaren Original des Menschen, zu einem Handwerk und Kunstwerk aus Bewusstsein und erster Hand.

Wir laden Sie herzlich ein, zu einem Besuch. Das Erich Wilker Museum wird im Jahr 2016 mit einer ganz neuen Konzeption und Ausstellung dieses Thema in den Mittelpunkt stellen.
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Willkommen im Erich Wilker Museum!

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Gründung des Museums
Einleitungsfilm
Historie
Öffnungszeiten
Führungen


Das Frühwerk
der Postmoderne

Gegen den Strom seiner Zeit
Audio Lyrik
Urform der Bildkunst

Die Form des Wissens
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Weitere Künstler im Erich Wilker Museum:
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Joseph Beuys
Margareta Hesse
Adochi
M.N.Dupuis
Andreas Rosenthal
Wim Steins
Bert Düerkop
Nadine Rennert

 

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© Konzeption & Design akzenta PR 4/2014    Impressum
© Texte, Objekte, Zeichnungen, Fotos und Bilder: Erich Wilker, Dr. Karl Heinz Striedter, Andreas Rosenthal, Fotolia, Adochi, Margareta Hesse, Bert Düerkopf, Igor Morski, Evgeni Posin
Fotolia.com: Schwarze Frau mit Hand vor Augen © svetlanamiku, Fotogerät/Obektiv © lightpoet.